versand-office AGB

Allgemeiner Geschäftsbedingungen (AGB)

für die Nutzung der Plattform „versand‑office.com“

Stand: Januar 2026

Anbieter

GlobeBox – Inhaber: Daniel Wedel
Jenngesfeldstraße 31a
41844 Wegberg
Telefon: +49 2432 934 78 15
E‑Mail: dw@versand-office.com
USt‑IdNr.: DE450202742

1. Geltungsbereich, Vertragsparteien

  1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge und Leistungen zwischen GlobeBox (nachfolgend „Anbieter“) und Nutzern der Plattform www.versand-office.com (nachfolgend „Kunde“) über die Vermittlung von Versand‑ und Transportdienstleistungen.
  2. Die Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB (gewerbliche Paketversender). Der Anbieter geht grundsätzlich davon aus, dass der Kunde Unternehmer ist.
  3. Empfänger der Sendungen können sowohl Unternehmer (B2B) als auch Verbraucher (B2C) sein; sie werden jedoch nicht Vertragspartner des Anbieters.
  4. Entgegenstehende oder abweichende AGB des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

2. Rolle des Anbieters / Vertragsbeziehungen

  1. Der Anbieter betreibt eine Online‑Plattform, auf der Kunden Versand‑ und Transportleistungen verschiedener selbständiger Fracht‑ und Paketdienstleister (z. B. UPS, GLS, DPD, Speditionen; nachfolgend zusammen „Carrier“) auswählen und buchen können.
  2. Der Anbieter erbringt keine eigene Transport‑ oder Frachtleistung. Er stellt ausschließlich die technische und organisatorische Infrastruktur zur Verfügung, um Beförderungsverträge zwischen Kunde und Carrier anzubahnen und abzuwickeln („Vermittlungsleistung“).
  3. Der Beförderungsvertrag über den physischen Versand der Ware kommt – je nach Ausgestaltung – unmittelbar zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Carrier zustande.
    Der Anbieter wird weder Frachtführer noch Spediteur im Sinne der §§ 407 ff., 453 ff. HGB und übernimmt keine Obhut über die zu befördernden Güter.
  4. Der Anbieter kann gegenüber dem Carrier eigene Rahmenverträge unterhalten und Konditionen verhandeln. Dies erfolgt wirtschaftlich im Interesse der Kunden, ändert aber nichts daran, dass die Transportleistung ausschließlich durch den Carrier erbracht wird und dessen Bedingungen gelten.
  5. Die AGB/Beförderungsbedingungen der Carrier werden Bestandteil des jeweiligen Beförderungsvertrages. Der Anbieter weist im Buchungsprozess auf diese Bedingungen hin und stellt sie über Links oder Dokumente zur Verfügung.

3. Registrierung und Nutzung der Plattform

  1. Die Nutzung der Plattform erfordert in der Regel eine Registrierung als Kunde (Eröffnung eines Kundenkontos). Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und diese aktuell zu halten.
  2. Der Zugang zum Kundenkonto ist durch ein Passwort geschützt. Der Kunde hat das Passwort geheim zu halten und den Zugang vor Missbrauch zu schützen. Handlungen, die über das Kundenkonto erfolgen, werden dem jeweiligen Kunden zugerechnet, sofern ihn ein Verschulden trifft.
  3. Der Anbieter ist berechtigt, eine Registrierung oder Nutzung abzulehnen, Kundenkonten zu sperren oder zu löschen, wenn ein sachlicher Grund vorliegt (z. B. Zahlungsverzug, Missbrauch, Verstoß gegen diese AGB).

4. Vertragsschluss über Versandaufträge

  1. Die auf der Plattform dargestellten Versandoptionen stellen kein verbindliches Angebot im rechtlichen Sinne dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden, ein Angebot abzugeben.
  2. Mit Abschluss der Buchung (z. B. Klicken auf „zahlungspflichtig buchen“ oder eine sinngleiche Schaltfläche) gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Beförderungsvertrags mit dem gewählten Carrier ab.
  3. Der Beförderungsvertrag kommt zustande, wenn der Carrier das Angebot gemäß seinen Bedingungen annimmt (z. B. durch Annahme des Versandauftrags oder Übernahme der Sendung).
  4. Der Anbieter darf Versandaufträge im Namen des Kunden an den Carrier weiterleiten und technische Hilfsleistungen (z. B. Erstellung von Labels, Tracking‑Weitergabe, Abrechnung) erbringen.
  5. Nach erfolgter Buchung ist eine Änderung oder Stornierung nur nach Maßgabe der jeweiligen Carrier‑Bedingungen möglich. Eventuelle Storno‑ oder Änderungsentgelte des Carriers trägt der Kunde.

5. Preise, Zahlungsbedingungen, Nachberechnungen

  1. Die über die Plattform angezeigten Preise können sich aus
    den vom Carrier erhobenen Entgelten und einer Vermittlung‑/Servicegebühr des Anbieters zusammensetzen. Die genaue Aufschlüsselung ergibt sich aus dem Buchungsprozess und/oder der Rechnung.
  2. Alle Preisangaben erfolgen – sofern nicht ausdrücklich anders angegeben – zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
  3. Zulässige Zahlungsarten (z. B. Vorkasse, SEPA‑Lastschrift, PayPal, Rechnung) werden im Buchungsprozess angezeigt. Der Anbieter kann einzelne Zahlungsarten für bestimmte Kunden ausschließen.
  4. Rechnungen sind, sofern nichts anderes vereinbart ist, sofort fällig. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 288 BGB) zu verlangen und den Zugang zur Plattform vorübergehend zu sperren.
  5. Carrier können nachträglich Nachberechnungen vornehmen (z. B. wegen abweichender Maße, Gewichte, Adressen, Zusatzleistungen). Der Anbieter ist berechtigt, solche Nachbelastungen an den Kunden weiterzugeben. Diese Beträge sind nach Rechnungsstellung sofort fällig.
  6. Gegen Forderungen des Anbieters kann der Kunde nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen aufrechnen.

6. Versandabwicklung und Pflichten des Kunden

  1. Die Durchführung des Transports (Abholung, Beförderung, Zustellung, Zustellnachweis) erfolgt ausschließlich durch den gewählten Carrier nach dessen Bedingungen.
  2. Der Kunde ist verantwortlich für:
  • richtige und vollständige Angaben zu Absender, Empfänger, Maße, Gewicht, Anzahl und Inhalt der Sendung,
  • eine transportsichere Verpackung und ausreichende Kennzeichnung der Sendung,
  • die Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben, insbesondere zu Gefahrgut, Zoll‑, Export‑ und Einfuhrbestimmungen,
  • die Beachtung der Versandverbote und Einschränkungen der jeweiligen Carrier.
Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen frei, die aus falschen Angaben, unzureichender Verpackung, Versand verbotener Güter oder Verstößen gegen gesetzliche/behördliche Vorgaben resultieren, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung. Wird eine Sendung vom Empfänger oder Absender nicht angenommen, verweigert oder zurückgewiesen oder taucht eine als verloren gemeldete Sendung wieder auf, bleibt der Kunde gegenüber dem Carrier grundsätzlich zur Weisung und Kostentragung verpflichtet (z. B. Lagerung, Rücktransport, erneute Zustellung, Verwertung). Erteilt der Kunde auf Aufforderung des Carriers oder des Anbieters innerhalb einer angemessenen Frist keine Weisungen, ist der Anbieter berechtigt, eine aus seiner Sicht wirtschaftlich sinnvolle Maßnahme im Namen und auf Rechnung des Kunden zu veranlassen, soweit dies nach dem Carrier‑Bedingungen zulässig ist.

7. Schäden, Verlust, Verzögerung, Reklamationen

  1. Für Verlust, Beschädigung oder verspätete Lieferung der Sendung haftet grundsätzlich allein der Carrier nach den jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen und seinen Beförderungsbedingungen (z. B. HGB, ADSp, UPS‑AGB).
  2. Der Anbieter kann den Kunden darauf hinweisen, dass Carrier typischerweise nur bis zu bestimmten Haftungshöchstbeträgen haften. Maßgeblich sind jedoch ausschließlich die Bedingungen des jeweiligen Carriers.
  3. Der Kunde hat Schäden, Verlust oder Verzögerungen unverzüglich und innerhalb der vom Carrier vorgegebenen Fristen gegenüber dem Carrier zu melden. Der Anbieter kann hierbei unterstützend tätig werden, übernimmt jedoch keine eigene Schadenregulierung.
  4. Ansprüche des Kunden wegen Transportmängeln sind primär beim Carrier geltend zu machen. Der Anbieter übernimmt keine Garantie für die Regulierung durch den Carrier.

8. Haftung des Anbieters (Plattform / Vermittlung)

  1. Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus: vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Pflichtverletzung, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, Ansprüchen nach dem Produkthaftungsgesetz.
  2. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht). Kardinalpflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde vertrauen darf.
  3. In Fällen einfacher Fahrlässigkeit ist die Haftung des Anbieters auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt; im Regelfall entspricht dies höchstens der vom Kunden für den betreffenden Buchungsvorgang gezahlten Vermittlungs-/Servicegebühr.
  4. Eine Haftung für leicht fahrlässige Verletzungen nicht wesentlicher Vertragspflichten sowie für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden oder Folgeschäden ist ausgeschlossen.
  5. Der Anbieter haftet nicht für:
  • die dauerhafte Verfügbarkeit und technische Fehlerfreiheit der Plattform,
  • Datenverluste und Störungen, die auf fremde Netze, Provider oder höhere Gewalt zurückzuführen sind,
  • Inhalte, Leistungen und Vertragsdurchführung der Carrier oder sonstiger Dritter.
Soweit die Haftung des Anbieters ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung seiner gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen.

9. Nutzung durch Verbraucher (Hinweis)

  1. Die Plattform ist auf die Bedürfnisse gewerblicher Versender ausgerichtet. Nutzt ausnahmsweise eine Person die Plattform, die rechtlich als Verbraucher einzustufen ist, gelten zusätzlich die zwingenden verbraucherschützenden Vorschriften (z. B. zu Widerrufsrechten, AGB‑Kontrolle).
  2. Soweit diese AGB gegenüber Verbrauchern unwirksame Klauseln enthalten sollten, tritt an ihre Stelle die jeweils gesetzliche Regelung; die übrigen Bestimmungen bleiben wirksam.

10. Laufzeit, Kündigung, Sperrung

  1. Der Plattformnutzungsvertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Es besteht keine Mindestlaufzeit.
  2. Der Kunde kann sein Kundenkonto jederzeit in Textform kündigen. Bereits gebuchte Versandaufträge bleiben hiervon unberührt.
  3. Der Anbieter kann den Vertrag mit angemessener Frist kündigen. Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund (z. B. erheblicher Zahlungsverzug, Missbrauch, strafbare Handlungen) bleibt unberührt.
  4. Der Anbieter ist berechtigt, den Zugang des Kunden zur Plattform vorübergehend zu sperren, wenn ein sachlicher Grund vorliegt (z. B. offene Forderungen, Verdacht des Missbrauchs, technische Sicherheitserfordernisse).

11. Datenschutz

Es gilt die jeweils aktuelle Datenschutzerklärung auf www.versand-office.com.
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben (insbesondere DSGVO und BDSG).

12. Anwendbares Recht, Gerichtsstand, Schlussbestimmungen

  1. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN‑Kaufrechts (CISG).
  2. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich‑rechtliches Sondervermögen, ist für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit Vertragsverhältnissen zwischen Anbieter und Kunde der Sitz des Anbieters ausschließlicher Gerichtsstand.
  3. Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform, soweit nicht zwingendes Recht eine strengere Form vorsieht.
  4. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Regelung tritt die gesetzliche Regelung.

Stand: Januar 2026

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